Die Welt der Smartphone Fotografie

Die rasante technische Entwicklung bei den Smartphones sorgt dafür, dass sie zunehmend andere mobile Elektrogeräte ersetzen. Rund zwei Drittel aller Deutschen nutzt bereits jetzt ihr Smartphone im Urlaub, um Fotos zu machen. Der Umsatz von Digitalkameras ist zwar stabil, allerdings zeichnet sich eine deutliche Verschiebung zu den höherklassigen Modellen ab. Das liegt auch daran, dass viele mit ihrem Smartphone bereits eine ordentliche Kamera mitführen, die sich mit preiswerteren Digitalkameras messen kann. Inzwischen gibt es mit „Smart Photo Digest“ sogar die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der Fotografie mit Smartphones widmet.

Und die Weiterentwicklung der Smartphone-Kameras wird weiter fortgesetzt und wirkt sich positiv auf die Smartphone-Fotografie aus. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der chinesische Hersteller Oppo in seinem Flaggschiff Find 7 eine 50-Megapixel-Kamera einbauen wird. Zwar nutzt das Unternehmen ein 13-Megapixel-Sensor von Sony, allerdings werden durch einen Software-Trick vier verschiedene Bilder geschossen und kombiniert. Das Ergebnis soll detailreicher und hochwertiger sein als bislang mit Smartphone-Kameras üblich.

Wer sich nicht nur wegen einer besseren Kamera ein neues Smartphone zulegen möchte, muss sich allerdings nicht grämen: Aufsteckobjektive sind in der Lage, die Kamera des Handys deutlich zu verbessern und sie endlich um einen optischen Zoom zu erweitern. Zwischen acht und 50 € müssen Fotografen für die Aufrüstung bezahlen. Befestigt werden sie entweder durch einen magnetischen Metallring oder einer Smartphone-Hülle. Während die Objektive bei der magnetischen Methode schneller gewechselt werden können, halten die Hüllen auch schwerere Objektive problemlos an ihrem Platz. Von Fischauge über Weitwinkel- bis hin zu Makroobjektiven müssen Hobby-Fotografen keinerlei Kompromisse mehr eingehen.

Wer auch mit dem Ergebnis von Ansteckobjektiven nicht zufrieden ist, kann sogar vollständige Ansteckkameras erwerben. Sony DSC-QX10 und DSC-QX100 funktionieren sowohl mit iOS als auch mit Android und verbinden sich über WLAN oder NFC mit dem Gerät. Sie kosten mit 200 € und 450 € noch einmal so viel wie ein Mittelklasse-Smartphone. Die innovative Lösung belohnt dafür allerdings auch mit einer hervorragenden Bildqualität.

Auch Google hat ehrgeizige Projekte und will mit dem Project Tango endlich die 3D-Kartierung durch Smartphones voranbringen. Zu diesem Zwecke befinden sich innerhalb des Prototypen gleich vier verschiedene Kameras. Eine 180-Grad-Fischaugenkamera, ein Tiefensensor (320×180@5Hz) und eine Frontkamera mit einem Blickfeld von 120° trösten darüber hinweg, dass die rückseitige Kamera mit einer Auflösung von nur 4 MP vergleichsweise niedrig auflöst.